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Dienstag Nachmittag, ich liege (immer noch erkältet) total erschöpft auf dem Sofa.
Eigentlich schreibe ich meine Einträge ja meist über die Woche verteilt und lade sie dann am Wochenende hoch - in der vergangenen Woche habe ich aber zur Abwechslung mal nichts geschrieben und alles auf mich zu kommen lassen.
Nachdem ich Donnerstag den ersten Schultag verpasst hatte und meine Zeit beim Arzt für's MRT abgesessen hatte, ging dann auch Freitag die Schule wieder los. Die halbe Klasse fehlte und man merkte so ziemlich jedem die nicht vorhandene Motivation an - aber mir egal, so lange ich bei den Menschen sitzen kann, die mich morgens motivieren aufzustehen.
Nachdem das Wochenende auch ziemlich ruhig verlief rückte der heutige Tag immer näher. Nicht, dass es reichen würde, dass ich mein zukünftiges Ankleidezimmer von Kartons und Müll befreien musste (Gott, wie viele Kartons von Zalando dort rum lagen), in meinem Kopf schwirrt nur das Datum herum.
Klar, brauche ich weder den 12. noch sonst was besonderes um an meinen Glitzerboy zu denken, aber irgendwie nimmt mich das ganze heute etwas mit.
Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verfliegt, wenn man mal kurz nicht auf den Kalender schaut. Mir kommt es vor, als wäre es vielleicht 3 Monate her, dass er und ich in meiner Wohnung saßen, überall Möbel um uns herum und wir irgendwie im falschen Film. Ich - als ultra Mädchen, keine Ahnung vom Handwerken und er als Kerl mit zwei linken Händen.
Die Lampen hat er mir seltsam aufgebaut, Löcher in die Wand gehauen, wo keine sein sollten und meine Wohnzimmerwand bei den ersten beiden Versuchen falsch herum zusammen gebaut.
Aber hey, heute schaue ich mich gerne um und denke an den Tag.
Es war für ihn und mich unfassbar anstrengend, aber wir waren stolz, später auf der Couch liegen zu können, mitten im Chaos - aber ohne nervige Eltern oder Verpflichtungen.
In den vergangenen Monaten ist viel passiert, das wird ihm nicht entgangen sein, ich bin mir sicher, dass er sein Auge auf mich und so manch anderen hier unten geworfen hat.
Meine Wohnung verändert sich alle paar Wochen ein wenig und auch, wenn er keine Zahnbürste in meinem Badezimmer hat, ist meine nicht mehr die einzige im Becher und ich muss nicht allein sein, wenn ich es nicht möchte.
Die Ausbildung läuft entspannt und ich bin seltsamerweise nach wie vor in einem guten Bereich, was mich selbst wohl mehr wundern wird als ihn.
Ich schmiede Pläne für die Zukunft, an denen er indirekt natürlich immer teil nimmt. Es ist seltsam, wenn man daran denkt, jemanden nicht mal kurz anrufen zu können und von seinem Tag zu berichten, aber ich denke auf Dauer würde ihm mein hysterisches Gemecker sowieso absolut den letzten Nerv kosten, weil er bei meinen Problemen immer nur den Kopf schütteln konnte.
"Du bist völlig Irre Ida, weißt du das?" - Natürlich weiß ich das, so oft wie ich das von ihm hören musste, ist mir das bewusst. Und es freut mich, denn normal und langweilig kann ja irgendwie jeder und er wars auch nie.
Wenn es etwas gibt, was ich mir von ganzem Herzen wünsche, dann dass es ihm gut geht, wo auch immer er gerade sitzt und ein kühles Bierchen trinkt. Man kann das, was passiert ist nicht ungeschehen machen, man kann aber versuchen an das zu denken, was uns erfreut hat.
Pass gut von da oben auf mich auf, du weißt genau, was ich meine ♥ #JW - 12.07.2015
Eigentlich schreibe ich meine Einträge ja meist über die Woche verteilt und lade sie dann am Wochenende hoch - in der vergangenen Woche habe ich aber zur Abwechslung mal nichts geschrieben und alles auf mich zu kommen lassen.
Nachdem ich Donnerstag den ersten Schultag verpasst hatte und meine Zeit beim Arzt für's MRT abgesessen hatte, ging dann auch Freitag die Schule wieder los. Die halbe Klasse fehlte und man merkte so ziemlich jedem die nicht vorhandene Motivation an - aber mir egal, so lange ich bei den Menschen sitzen kann, die mich morgens motivieren aufzustehen.
Nachdem das Wochenende auch ziemlich ruhig verlief rückte der heutige Tag immer näher. Nicht, dass es reichen würde, dass ich mein zukünftiges Ankleidezimmer von Kartons und Müll befreien musste (Gott, wie viele Kartons von Zalando dort rum lagen), in meinem Kopf schwirrt nur das Datum herum.
Klar, brauche ich weder den 12. noch sonst was besonderes um an meinen Glitzerboy zu denken, aber irgendwie nimmt mich das ganze heute etwas mit.
Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verfliegt, wenn man mal kurz nicht auf den Kalender schaut. Mir kommt es vor, als wäre es vielleicht 3 Monate her, dass er und ich in meiner Wohnung saßen, überall Möbel um uns herum und wir irgendwie im falschen Film. Ich - als ultra Mädchen, keine Ahnung vom Handwerken und er als Kerl mit zwei linken Händen.
Die Lampen hat er mir seltsam aufgebaut, Löcher in die Wand gehauen, wo keine sein sollten und meine Wohnzimmerwand bei den ersten beiden Versuchen falsch herum zusammen gebaut.
Aber hey, heute schaue ich mich gerne um und denke an den Tag.
Es war für ihn und mich unfassbar anstrengend, aber wir waren stolz, später auf der Couch liegen zu können, mitten im Chaos - aber ohne nervige Eltern oder Verpflichtungen.
In den vergangenen Monaten ist viel passiert, das wird ihm nicht entgangen sein, ich bin mir sicher, dass er sein Auge auf mich und so manch anderen hier unten geworfen hat.
Meine Wohnung verändert sich alle paar Wochen ein wenig und auch, wenn er keine Zahnbürste in meinem Badezimmer hat, ist meine nicht mehr die einzige im Becher und ich muss nicht allein sein, wenn ich es nicht möchte.
Die Ausbildung läuft entspannt und ich bin seltsamerweise nach wie vor in einem guten Bereich, was mich selbst wohl mehr wundern wird als ihn.
Ich schmiede Pläne für die Zukunft, an denen er indirekt natürlich immer teil nimmt. Es ist seltsam, wenn man daran denkt, jemanden nicht mal kurz anrufen zu können und von seinem Tag zu berichten, aber ich denke auf Dauer würde ihm mein hysterisches Gemecker sowieso absolut den letzten Nerv kosten, weil er bei meinen Problemen immer nur den Kopf schütteln konnte.
"Du bist völlig Irre Ida, weißt du das?" - Natürlich weiß ich das, so oft wie ich das von ihm hören musste, ist mir das bewusst. Und es freut mich, denn normal und langweilig kann ja irgendwie jeder und er wars auch nie.
Wenn es etwas gibt, was ich mir von ganzem Herzen wünsche, dann dass es ihm gut geht, wo auch immer er gerade sitzt und ein kühles Bierchen trinkt. Man kann das, was passiert ist nicht ungeschehen machen, man kann aber versuchen an das zu denken, was uns erfreut hat.
Pass gut von da oben auf mich auf, du weißt genau, was ich meine ♥ #JW - 12.07.2015

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